Michael
Nieswand hat in Eldoret beim Aufbau des Regionalsenders mitgewirkt. Er hat nicht
nur bei der Beschaffung der technischen Geräte geholfen, sondern mit dem
Jesus-is-Lord Team zusammen das Programm mitgestaltet.
Die Lieder seines Teams werden in Studioqualität aufgenommen und dem Sender zur
Verfügung gestellt. Die Jungen erzählen in den Liedern und Wortbeiträgen, wie
sie auf der Straße von Gelegenheitsarbeit, kleinen Diebstählen gelebt haben,
in Mülltonnen nach Essensresten gesucht haben, in den Nächten unter Balkons
geschlafen haben, von der Polizei vertrieben wurden und dann durch die Arbeit
von Michael Nieswand in geordnete Verhältnisse gekommen sind. Sie bekennen sich
in ihren "testimonies" zum Glauben an Jesus Christus, der ihnen die
Sünden vergeben, sie von der Straße und von Drogen befreit hat und ihnen
Hoffnung für die Zukunft gibt.
Viele
ihrer temperamentvollen Lieder, die von einem jugendlichen Keyboardspieler
und oft auch noch von einem Trommler begleitet werden, sind selbst gedichtet,
komponiert, arrangiert und werden entweder life oder über Band gesendet.
Die Sendungen sind so beliebt, dass das Team täglich eine Stunde Sendezeit bekommen hat.
Michael Nieswand hat durch die Radioarbeit und seine Öffentlichkeitsarbeit auf
der Straße, die er ebenfalls mit dem Jesus-is-Lord Team durchführt, die
Öffentlichkeit auf die Probleme der Straßenkinder aufmerksam gemacht. Dies ist
auch dringend nötig, denn die Zahl der Straßenkinder wächst, auch bedingt
durch die Ausbreitung von AIDS. Die offizielle Zahl der Straßenkinder liegt in
2001 bei 250.000, die Zahl der Aidswaisen bei einer Million. Im Jahr 2005 muss
mit drei Millionen Aidswaisen gerechnet werden. Die Erfolge bei der
Rehabilitation der Straßenkinder haben ihm Dank und Anerkennung vom
Staatspräsidenten Daniel Arap Moi und vom Province Commissioner Peter Raburu
gebracht. Die Erfolge zeigen auch, dass dort, wo sich Menschen für diese Kinder
einsetzten, das Problem wenigstens zu einem Teil gelöst werden kann.
Auf dem Gelände in Nakuru wird zur Zeit an einem Haus für die Radioarbeit
gebaut. Es war im September 2001 noch nicht fertig, aber schon im Betrieb. Auch
ein Transmitter für Nakuru soll installiert werden.
Bei einem Besuch in Deutschland hat Michael Nieswand ein Lied mitgebracht, das
einer seiner Jungen gedichtet, komponiert und arangiert hat. Er hat sich das
Lied von Rahel Nieswand ins Deutsche übersetzen lassen und dann in deutsch
gesungen.
Sein Text: Hättest Du alles, - ohne Liebe
alles ist umsonst.
Dann singt er vom Elend der Straßenkinder und ihrer Behandlung durch die
Polizei und Menschen, die sonntags in die Kirche gehen, aber nicht mit ihnen
teilen.
Gott, der Vater, Gott, der Vater,
Gott, der Vater, kann alles!Er hat mich aus der Schuld gerettet,
er hat mich aus den Problemen gerettet,
er hat mich von der Straße gerettet.Ich werde ihn loben und ehren.
Er hat mein Weinen gehört,
als ich zum Herrn Jesus rief.
Dieser Jesus hat mich errettet.Gott, der Vater, kann alles.
Sollten mich auch die anderen
wegen Gottes Wort hassen,
so werde ich trotzdem weitermachen.Gott, der Vater, kann alles!
Gott, der Vater, kann alles!
Brian ist neun Jahre alt. Er lebt im Kinderheim Nakuru.
Das hier abgedruckte Lied hat Brian gedichtet und vertont und auf Band gesungen. Hier hört er sein Lied im Studio zu ersten Mal.
Gerade hat er die Aufnahmeprüfung in das Team geschafft. Er musste 10 Bibelsprüche auswendig aufsagen und drei Lieder fehlerfrei singen.
Lesen Sie auch den Brief von Anke Nieswand April 2004!
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