Briefe von Charles Mulli

Home ] Überblick ] Bindura ] Nakuru ] Eldoret ] Aktueller Rundbrief des Fördervereins ] Ndalani ] Yatta ] Berichte aus den Projekten ] Der Förderverein Bindura ] Nachrichten des Fördervereins ] Kontaktseite ] Aktionen Berichte und Pressestimmen ] Briefe  Mulli  Briefe von Nieswand


Charles Mulli schrieb am 4. Juli 2004

„Unser Leben gleicht dem Gras auf dem Feld, das heute da ist, aber morgen verwelkt." Das sind wahre Worte Davids, der ein Diener des Herrn war. Ich habe diese Worte heute während meiner Morgenandacht gelesen. Gott hat uns Gelegenheit gegeben, dieses kurze Leben in seiner Ordnung zu leben und damit zu entscheiden, dass wir die Ewigkeit im Himmel zubringen werden.

Mullis Berufung zum Missionar und Vater der Straßenkinder

Ich war ein fleißiger und erfolgreicher Geschäftsmann von 41 Jahren und auch ein geachteter Kirchenführer, als mich Gottes Ruf traf. Er wollte, dass ich ihm als Missionar diene, als Lehrer und als Hirte und Vater von Kindern, die von einigen Leuten als Abschaum der Gesellschaft betrachtet wurden, die jedoch von Gott geliebt werden als seine Kinder.

Mag sein, dass einige Leute nie verstanden haben, dass ich mich mit meiner Familie auf diesen Weg eingelassen habe. Am Abend des 17. November 1989 musste ich meiner Frau und meinen Kindern gegenübertreten und ihnen sagen, dass wir alle unsere Fahrzeuge verkaufen müssen, das Farmland und den Grundbesitz, den wir besaßen und gleichzeitig die Schulen aufgeben müssen, die Kirche, die Ämter, die ich als Mitglied oder Vorsitzender innehatte.

Freunde halten Mulli für verrückt, doch die Familie steht zu ihm

Diese Entscheidung durchzuführen war nicht einfach. Unsere Kinder waren noch jung und gingen in die Hauptschule oder aufs Gymnasium. Meine Freunde entmutigten mich und sagten, ich sei dabei, die Zukunft meiner Familie kaputt zu machen. Viele Leute glaubten, ich sei verrückt geworden und rieten meiner Frau, mich zu einem Psychiater zu bringen. Dadurch wurden wir als Familie isoliert.

Es war eine sehr schwierige Zeit für meine ganze Familie, denn ich hatte mir fest vorgenommen, den Auftrag Gottes auszuführen. Trotzdem hatte ich allen Grund, nach einiger Zeit des Suchens Gott zu danken. Er gab der Familie ein mitfühlendes Herz und den Willen zur Unterstützung dessen, was ich vorhatte.

Die Mully Children's Family entsteht, eine Quelle der Hoffnung

M.C.F. war geboren und Gott gab mir die Treue, den Mut und die Weisheit, auf die Straßen zu gehen und zu predigen, Nahrung zu verteilen, zu helfen und die zerbrochenen, vernachlässigten, missbrauchten und verachteten Menschen zu unterstützen.

M.C.F. wurde daher für Tausende von Kindern Afrikas, die in schwierigen Verhältnissen leben, eine Quelle der Hoffnung.

Probleme bei der Rehabilitation: Drogen und Kriminalität und AIDS

Es gab viele Herausforderungen, die wir im Laufe der Jahre bewältigen mussten. Die Kinder kamen, um nur ein Beispiel zu nennen, aus ganz unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Sie hatten ihre eigene Straßenkultur. Das machte den Rehabilitationsprozess sehr schwierig. Ein schwerwiegender Punkt war und

ist der Missbrauch von Drogen und anderen Substanzen (z.B. Klebstoffen und Benzin).

Viele der Kinder werden drogensüchtig in der Zeit, in der sie auf der Straße geistig beeinflusst werden. In ihrer Zeit auf der Straße nehmen sie auch andere schädliche Verhaltensweisen an wie zum Beispiel Diebstahl und Gewalttätigkeit, um nur einige zu nennen. Die Eingliederung in unsere Schulklassen geht daher nur langsam vor sich. Die meisten der Kinder sind seelisch geschädigt, andere leiden an Depressionen. Es ist ein hartes Stück Arbeit, sie aus dem Netz der Angst zu befreien, in das sie eingeschlossen sind. Manchmal werden Kinder schwer krank und das erfüllt uns mit Sorgen und gleichzeitig wachsen die Arztrechnungen.

AIDS bleibt eine schwere Herausforderung nicht allein für die Mulli Childrens Family, sondern auch für den gesamten afrikanischen Kontinent. Über 700 Menschen sterben täglich in Kenia an dieser Seuche, die 1,8 Millionen Waisen, Straßenkinder, Tausende von Teenagern, Straßenmüttern und Witwen in Verzweiflung und verwundbaren Lebensverhältnissen zurücklassen.

Die wirtschaftliche Instabilität im Lande hat die Zahl der Straßenkinder ungünstig beeinflusst, weil die Armut scharf zugenommen hat.

15 Jahre Mully Children's Family, ein Grund zum Feiern 

Erfolge in der Schule

Mitten in allen diesen Nöten haben wir Grund zum Feiern, denn wir haben die Hand des Herrn gesehen bei allen Aktivitäten, die wir unternommen haben. Zum Beispiel hat im Jahr 1996 die erste Klasse acht an den landesweiten kenianischen Schulabschlussprüfungen teilgenommen und als die Besten im Distrikt abgeschnitten. Die anderen Klassen haben diese Position seither aufrecht erhalten. Im Jahr 2000 hat die erste Klasse 12 am landesweiten Examen teilgenommen und als die Besten im Distrikt abgeschnitten. Sie waren die ersten in der gesamten Republik Kenia, die diesen Platz erreicht haben in der Kategorie der Spezialschulen, zu denen die Schulen der MCF gehören. Im Augenblick gibt es über 30 MCF Stipendiaten in den nahegelegenen Universitäten und Hochschulen.

Auszeichnungen für besondere Leistungen auf vielen Gebieten

Das Heim hat Kinder hervorgebracht, die im Laufe der Jahre einen hoch angesehenen Distrikt aufgebaut haben. Sie haben regionale und nationale Auszeichnungen erworben in Musik, Wissenschaft, Theater, Handball und Fußballmeisterschaften. Im Jahr 2003 gewann der MCF Karate Club zwei Meisterschaften, die kenianische Nationalmeisterschaft und die ostafrikanische Karate Meisterschaft. 

Ein Job für 100 Frauen im landwirtschaftlichen Projekt - Export von Bohnen

Eine wesentlich wichtigere Leistung ist die Einrichtung eines selbständigen Landwirtschaftsprojekts, das über 100 Frauen in der Umgebung Jobs anbietet, 60 % der Ernährung für die Kinder herstellt und Französische Bohnen für den Export produziert, dreimal jede Woche und dies das ganze Jahr über. Gepriesen sei Gott!

Techniken zur Verbesserung der Umwelt - 37000 Bäume angepflanzt 

Die Umwelt- und Bewässerungstechnik zum Schutz der Natur in den MCF Projekten hat eine verbesserte und förderliche Umgebung für Vögel, Tiere und die Lebensgemeinschaft rund um Ndalani entstehen lassen. In den letzten sieben Jahren wurden über 37.000 Bäume gepflanzt. Die Einführung einer Kultur des Lernens in Sachen Ackerbau und Technologie in der MCF Gemeinschaft durch die MCF Landwirtschaftsabteilung und die Entwicklung spezieller Methoden für den Gartenbau haben einen neuen Weg für soziale und ökonomische Entwicklungen eröffnet.

Die Jubiläumsfeier und die Karawane der Hoffnung

Glücklich und froh setze ich Euch darüber in Kenntnis, dass MCF sein 15 jähriges Bestehen feiern wird in der Zeit vom 15. bis 31 Juli 2004. Wir feiern die wunderbare Gnade und die Wunder Gottes, die wir in diesen 15 Jahren erlebt haben. In diesen zwei Wochen wollen wir eine Karawane der Hoffnung veranstalten und rund 1000 Kilometer zurücklegen. Wir wollen Nahrung, Kleidung, medizinische Hilfe an die Menschen weitergeben, dazu Ermutigung und als Wichtigstes Gottes Wort. Unser Hauptziel wird sein, den verlassenen, missbrauchten, vernachlässigten Kindern auf den Straßen, in den Slums, in den Gefängnissen und Hungergebieten Kenias zu helfen. Gekrönt wird unsre Feier mit einem Danktag in Ndalani am 31 Juli 2004.

Ich möchte euch herzlich bitten, während dieser sehr arbeitsreichen aber zugleich beglückenden Zeit für uns zu beten, dass der Herr uns führen möge und verherrlicht werden möge durch alles, was wir tun wollen. Wir bitten freundlich, euch mit uns im Gebet zu vereinigen in der Zeit vom 15. – 17. Juli 2004, in der die Vorbereitung unserer Aktivitäten zur Jahresfeier beginnen. Gebet, materielle und finanzielle Hilfe für dieses wichtige Vorhaben sind herzlich willkommen.

Dank an alle, die die Arbeit unterstützen

Eure Liebe, eure Gebete und eure Unterstützung haben uns in die Lage versetzt im Laufe der Jahre bedeutende Erfolge zu erzielen.

Unsere größte Leistung ist die Rehabilitation und Neugestaltung von über 1000 Lebensschicksalen und die positiven direkten und indirekten Impulse für über 4000 Familien durch MCF und die Menschen, die MCF erfolgreich durchlaufen haben. Es ist kaum zu glauben, dass MCF mit ein paar wenigen Straßenkindern begonnen hat, jetzt aber ist MCF ein Zuhause für über 700 Kinder, die eine besondere Fürsorge und Betreuung brauchen.

Gott hat zu uns gestanden, ihm sei Ehre

Der Herr hat mir und meiner Familie Sieg geschenkt. Ehre sei seinem Namen. Was könnte ich mehr von ihm erbitten als Segen für alle Freunde, die zu uns gestanden haben in diesen 15 Jahren auf der Straße der Entdeckung und der Hilfe.

„Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich weder im Himmel noch auf Erden, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen." 2. Chronik 6, 14

Möge der Friede Gottes auf allen Wegen mit euch sein.

Mulli, der Hirte

 

        E-Mail vom Ende August 2006 

Liebe Freunde,

herzliche Grüße aus Kenia. Es ist schwer zu glauben, dass das Jahr sich in vier Monaten schon wieder dem Ende zuneigt. Es kommt mir doch so vor, als hätte es gestern erst begonnen! Die letzten acht Monate haben tatsächlich viele Herausforderungen mit sich gebracht. Dennoch danken wir Gott für all den Segen, den er unserer biologischen Familie sowie der MCF zuteil werden ließ.

Ausweitung der Arbeit

Wir konnten im Laufe dieses Jahres die Arbeit der MCF ausweiten und uns um noch mehr arme, ausgesetzte und verlassene Kinder, wie auch schutzlose Kinder, Waisen, Mittellose, Mütter und HIV-infizierte kümmern. In den letzten 17 Jahren durfte die MCF erleben, wie über 1680 Kinder unser Programm erfolgreich durchliefen. Wir haben derzeit 530 Kinder in Ndalani und Eldoret und weitere 146 in Yatta. Im Rahmen unseres Resozialisierungsprogrammes kümmert sich die MCF um 219 Kinder in Vipingo in Mombasa, 196 im Kipsongo Slum in Kitale und 198 Kinder in Kangundo, so dass sich die Gesamtzahl der Kinder in der MCF auf 1289 beläuft. Diesen Kindern kommt neben der Grundversorgung auch Bildung, geistliche Nahrung und familiäre Liebe zu. Wir danken Gott für jedes einzelne von ihnen!

Ein Gewächshaus für Gemüse

Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass unsere Landwirtschaft wächst. Die MCF kann in den nächsten Wochen die erste Ernte aus dem neu fertiggestellten Gewächshaus einbringen! Ehre sei Gott. Wir hoffen und beten, dass das Gewächshaus uns ermöglicht, unsere Produktivität zu steigern, da das Klima dort besonders günstig für das Wachstum von Gemüse ist. Zudem gibt es nur eine geringe Ausbreitung von Krankheiten, da wir Bimsstein als Nährboden haben. Außerdem wird uns das Gewächshaus dabei helfen, das wenige Wasser, das uns zur Verfügung steht, zu sparen, da wir in diesem mit einem Tröpfchenbewässerungssystem arbeiten.

 

In Ndalani, einem halbtrockenen Gebiet mit Wasserknappheit, war das Wetter in letzter Zeit verhältnismäßig wolkig und kalt, allerdings ohne Regen. Einige Familien säten kurz nach Beginn der Regenzeit im März/April dieses Jahres. Allerdings hielt der Regen nicht lange genug an, wodurch die Ernte sehr früh vertrocknet ist. Dies ist auch ein Indiz dafür, dass diesem Gebiet noch die gefürchtete Dürreperiode Anfang Oktober dieses Jahres bevorstehen kann. Bitte betet für diese Familien.

Ein Fischteich in Yatta

Wir sind sehr froh darüber, dass es uns geglückt ist, im Damm der MCF in Yatta während der kurzen Regenzeit im März/April etwas Wasser zu sammeln. Wir haben einige junge Fische im Damm ausgesetzt und können in den nächsten Wochen die ersten Fische für die Kinder fangen! Wir planen, dieses Fischzuchtprojekt dadurch zu erweitern, dass wir um den Hauptdamm herum Fischteiche bauen. Gleichzeitig dürfen wir euch mitteilen, dass wir einen unserer Jungen für drei Monate zu einer Ausbildung in Wasserwirtschaft in die USA schicken wollen, damit er uns nach seiner Rückkehr helfen kann, die Produktivität des Fischzuchtprojekts zu steigern.

 

103 Mädchen schließen Ausbildung ab

Des Weiteren freuen wir uns, euch berichten zu dürfen, dass 103 Mädchen der MCF in Yatta am 26. April dieses Jahr in einer wunderbaren Zeremonie ihren Abschluss feierten. Die Mädchen beendeten die Schule nachdem sie eine Ausbildung in unseren vielen Fachkursen im Frisieren, der Kleiderherstellung, dem Schneidern und textilem Design, in Haushaltsfinanzierung, Landwirtschaft sowie Beratung gemacht haben. Wir danken Gott für sie! Wir hoffen und beten, dass die Fertigkeiten, die sie in den letzten drei Jahren in der MCF erworben haben, ihnen den Beginn eines neuen Lebens ermöglichen; dass sie selbständig werden und auch bereit sind, die Familien und Gemeinden um sie herum tatkräftig zu unterstützen.

Taufe von 117 Kindern und Jugendlichen

Letzten Sonntag durften wir die Taufe von 117 Kindern und Jugendlichen der MCF miterleben. Es ist solch ein Segen zu sehen, dass diese jungen Leute ihr Leben dem Herrn übergeben. Während unserer Feierlichkeiten in der MCF tanzten die Engel im Himmel. Es erinnerte mich an den letzten Taufgottesdienst in Ndalani, bei dem sich mehr als 67 junge Leute von mir und fünf meiner christlichen Brüder aus Toronto taufen ließen. Ich hoffe und bete, dass nächstes Jahr noch mehr Kinder und Leute aus verschiedenen Ländern getauft werden.

Ausweitung der Arbeit für Mädchen

Die Zahl der Mittellosen, Waisen, Straßenkinder, Ausgesetzten, Verlassenen, Prostituierten und allen Kindern, die Fürsorge und Schutz brauchen, erreicht in Kenia eine alarmierende Höhe. Die MCF hatte die Möglichkeit, durch Gottes Hilfe ein landesweites Hilfsprogramm ins Leben zu rufen, das kürzlich gestartet wurde. Wir wollen 200 der bedürftigsten Mädchen aus verschiedenen Teilen unseres Landes resozialisieren und in die MCF aufnehmen, wo sie auch eine Berufsausbildung durchlaufen werden. Wir glauben, dass wir das Leben dieser Mädchen und ihrer Mütter verändern können. Diese Mädchen werden also im Oktober dieses Jahres für eine dreijährige Ausbildung in die MCF nach Yatta kommen. Es ist jedes Mal eine große Herausforderung, sie in das Hilfsprogramm einzugliedern, fernab von ihrem früheren Leben voller Hoffnungslosigkeit und Unmoral.

Eine Hochzeit, die nachdenklich macht

Wir freuen uns darüber, dass eines der Mädchen, das unser bisheriges Hilfsprogramm und die Ausbildung absolvierte, am 5. August 2006 eine schöne Hochzeit feierte. Mary Ramadhan war ein mittelloses Mädchen, das in einer polygam lebenden Familie mit neun Kindern am 28.5.1982 geboren wurde. Als Erstgeborene durchlebte Mary viele Schwierigkeiten; ihr fehlte schon in frühen Kindertagen die Grundversorgung, die ihr von ihrer armen tansanischen Familie nicht geboten werden konnte. Stattdessen wurde sie gezwungen, sehr früh zu heiraten. Ohne die MCF wäre Marys Leben ruiniert gewesen. Im Jahr 2000 wurde sie bei uns aufgenommen und in die 7. Klasse eingeteilt. Danach kam sie zum MCF Berufszentrum nach Yatta, wo sie eine Ausbildung in den Fächern Frisieren und Schneidern begann. Letztes Jahr schloss Mary diese Ausbildung ab und heiratete nun den Vikar einer Kirche in Nairobi. Auch so wächst die MCF immer weiter!

Den Kindern geht es gut - viele positive Veränderungen

Den Kindern geht es gut, und jeden Tag, an dem wir ein Kind mit einem breiten Lächeln sehen, danken Esther und ich Gott dafür, dass er sie am Leben erhält. Auch wenn die Veränderung Zeit braucht, reagieren die Kinder positiv auf das Hilfsprogramm, eine Einrichtung für die wir nur Gott danken können. Derzeit sind die Kinder sehr mit den Vorbereitungen für ihre Abschlussprüfungen beschäftigt, nach denen sie eine zweiwöchige Pause haben. Zudem freuen wir uns, dass zwei unserer ehemaligen Straßenkinder am 29. Juli dieses Jahres an zwei unterschiedlichen Universitäten ihren Abschluss gemacht haben. Einer der Jungen schloss mit einem Diplom in Landwirtschaft und Pädagogik summa cum laude ab, der andere graduierte in Theologie. Es ist eine große Ermutigung und ein großer Durchbruch, die Kinder der MCF, die früher als Abschaum der Gesellschaft betrachtet wurden, an Universitäten und Colleges mit solch guten Noten abschließen zu sehen und ihren Willen zu erkennen, ihr Leben und das Leben anderer zum Positiven zu verändern. An dieser Stelle auch vielen Dank an euch, die ihr mit euren Gebeten und eurer Unterstützung diesen jungen Leuten helft. Auf uns warten dieses Jahr noch acht weitere Abschlusszeremonien an verschiedenen Universitäten und Colleges im ganzen Land. Wir sind wirklich sehr stolze Eltern!

300 Besucher in der MCF

Seit Jahresbeginn kamen über 300 Menschen für kurze oder längere Zeit, aus der Nähe und aus der Ferne, um die MCF zu besuchen. Wir danken allen, die kamen um Zeit mit uns und unseren Kindern zu verbringen. Es war schön mit allen Besuchern, die einen Einblick in die Arbeit der MCF bekamen. Vielen Dank für die Ermutigung, die Liebe, die ihr den Kindern gabt und auch die harte Arbeit in den Klassen, auf der Farm, bei den Andachten, beim Bauen und Entwerfen, ebenso wie bei den Einsätzen in der Gemeinde und bei den Slumbewohnern. Eure Bemühungen sind nicht unbeachtet geblieben.

Isaak "nicht schuldig"

Wir bedanken uns bei euch allen, die treu und unermüdlich mit uns für unseren Sohn Isaac gebetet haben, der vor Gericht kam, was für ihn und die Familie ziemlich schwierig war. Anfang Mai 2005 fuhr Isaac mit Verwaltern der MCF von Nairobi nach Ndalani, damit diese dort ihren Pflichten nachkommen konnten. Während der Fahrt kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem betrunkenen Fahrradfahrer, der unvorhergesehen vom Fußweg auf die Straße wechselte. Ein paar Stunden später starb der Fahrradfahrer im Krankenhaus. Seitdem hatte Isaac einige Anhörungen vor Gericht, um festzustellen, ob er im Unrecht war. Dazu musste er oft nach Thika fahren. Sein Studium an der Universität musste er deshalb unterbrechen. Hiermit darf ich euch mitteilen, dass das Urteil des Gerichts „Nicht schuldig" lautete! Grund war, dass die Anklage nicht genug Beweise hatte, um ihren Fall zu stützen (und der betrunkene Mann im Unrecht war). Im Falle seiner erwiesenen Schuld hätten Isaac 10 Jahre Gefängnis und der Entzug seiner Fahrerlaubnis gedroht. Wir danken Gott für seinen Sieg! Vielen, vielen Dank für eure Gebete. Lob und Ehre sei Gott!

Die biologische Familie von Charles und Esther Mulli

Des weiteren dürfen wir euch mitteilen, dass unser Sohn Kaleli, der bisher die Landwirtschaft in Ndalani geleitet hat, für einen Studiengang mit dem Abschluss „Master of Business Administration" in Finanz- und Verwaltungswirtschaft aufgenommen wurde. Studienbeginn war der 14. August 2006. Die Ausbildung wird zwei Jahre dauern. Deshalb wird Kaleli nur in Teilzeit auf der MCF-Farm arbeiten, während er die Universität in Nairobi besucht. Auch unsere beiden jüngsten Söhne gehen jetzt auf die Universität: Isaac seit Ende letzten Jahres, Dickson seit Anfang 2006. Beide besuchen einen Erstsemesterkurs in Informationstechnologie und Geschäftsleitung und –verwaltung. Wir wollen euch bitten, für ihr Studium zu beten und dafür, dass sie den richtigen Weg finden, den sie in der Zukunft gehen wollen. Wir danken Gott, dass Dicksons Studiengebühren von einem lieben Freund aus Australien übernommen wurden.

Dank an Gott und alle, die die MCF unterstützen

Gerade in letzter Zeit hatte ich viel Grund, Gott zu danken, da er viele Gebete erhört hat! Bitte betet für Esthers und meine Gesundheit, damit wir unsere Arbeit in dieser Weise weiterführen können. Bitte betet dafür, dass mein Blutzuckerspiegel konstant bleibt, auch wenn der Arbeitsdruck sich häuft.

Durch eure Unterstützung und Gebete seid ihr zu Ecksteinen der MCF geworden. Wir wissen euer Engagement sehr zu schätzen und wünschen euch den Segen Gottes in all eurem Tun.

Es grüßen euch

C.& E. Mulli

(übersetzt von Daniela Radtke)

 

Weihnachtsbrief von Charles Mulli vom 2. Dezember 2008

 

 

 

 

 

 


Zur Führung klicken Sie auf den Kutscher!


Home ] Überblick ] Bindura ] Nakuru ] Eldoret ] Aktueller Rundbrief des Fördervereins ] Ndalani ] Yatta ] Berichte aus den Projekten ] Der Förderverein Bindura ] Nachrichten des Fördervereins ] Kontaktseite ] Aktionen Berichte und Pressestimmen ] Briefe  Mulli  Briefe von Nieswand