Bei einem
Missionseinsatz in Nairobi wurde Michael Nieswand von einer jugendlichen
Straßenbande lebensgefährlich verletzt und ausgeraubt. Als er im Krankenhaus
aus dem Koma erwachte, gab er Gott das Versprechen: "Wenn ich wieder auf
die Beine komme und du mir ein Haus gibst, will ich für die Straßenkinder in
Kenia sorgen."
In Bindura stellte
ihm die Regierung kurze Zeit später ein ehemaliges Farmhaus und das
dazugehörige Land zur Verfügung. Kurz vor Weihnachten 1984 zog Michael
Nieswand dort mit fünf Jungen ein. Von diesem ersten
Projekt hat der Förderverein den Namen übernommen.
Michael Nieswand hat das Heim in rund 23 Jahre zu einem beeindruckenden Rehabilitationszentrum für Straßenkinder ausgebaut. Einige Hundert Jungen sind im Heim versorgt worden, haben die Schule besucht, konnten in einer Kfz Werkstatt lernen, wie man Autos repariert, in einer Schreinerei haben sie Fenster und Türen und Schränke hergestellt. In der Farm haben sie mitgeholfen. Die Erziehung erfolgte auf der Grundlage des christlichen Glaubens, der den ehemaligen Straßenkindern eine tragfähige Grundlage fürs Leben gab. In einem Jesus-is-Lord Chor haben sie bei der Gestaltung von evangelistischen Veranstaltungen mitgewirkt.
Michael Nieswand schrieb uns Anfang Oktober 2008: "Wir mussten Bindura leider an die AIC Kirche (Innerafrikanische Kirche) abgeben, weil es rechtmäßig dieser Kirche gehört, aber ich hatte alle unsere dort verbliebenen Kinder noch vorher hier nach Nakuru gebracht. Der Hauptgrund, dass wir Bindura aufgeben mussten, waren die schweren Stammeskriege Anfang dieses Jahres, die dazu führten, dass viele Kinder und Mitarbeiter dort unter großer Lebensgefahr weggelaufen waren. Zum Schluss waren nur noch der Manager und ein Wachmann mit wenigen Kindern auf dem Gelände. Sie wurden ständig von den Nachbarn bedroht und konnten sich nicht mehr frei bewegen. Die ganze Gegend war für einen Monat von der Außenwelt durch Hunderte Straßenblockaden abgeschnitten und konnte später nur mit Hilfe der Armee wieder zugänglich gemacht werden. Nachdem unsere Kinder und der Manager dann mit Hilfe der Polizei evakuiert worden sind, wurde das Kinderheim ausgeraubt und zum Teil zerstört. Ohne jegliche Unterstützung und ohne Unterstützung der lokalen Nachbarschaft hatten wir keine Chance, das Projekt weiterzuführen.
Die AIC hat jetzt daraus eine Schule gemacht, in der normale Kinder gegen Bezahlung unterrichtet werden."
Die Einrichtungen in Bindura wird vom Förderverein Bindura Biedenkopf e.V. nicht mehr unterstützt, da in Bindura keine Straßenkinder durch Michael Nieswand und seine Mitarbeiter künftig betreut werden.
Weitere Informationen: Michael Nieswands Arbeit in Nakuru!
Mit Michael Nieswand stehen wir nach den einschneidenden Ereignissen der vergangenen Monate und den dadurch bedingten Veränderungen in Kontakt über die weitere Förderung der von ihm geleiteten Einrichtungen in Nakuru. Hierzu erwarten wir noch Nachweise und Unterlagen, so dass weitere Fördermittel freigegeben werden können.
Karl F. Brunner, Vorsitzender des Fördervereins
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