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Rundbrief 2008/2 Seite 1

Rundbrief 2008/2 Seite 2

  Rundbrief 2006/2

Ein Reisebericht von Karl und Elisabeth Brunner


Liebe Mitglieder und liebe Freunde!

Ende September 2006 haben meine Frau und ich einige Projekte von Charles Mully und Michael Nieswand in Kenia besucht, die vom Förderverein Kinderheim Bindura Biedenkopf e.V. gefördert werden. Wir können Ihnen nur sehr verkürzt berichten von dem, was wir gesehen und erfahren haben.

Yatta

Erschüttert hat uns die Zahl der Slumbewohner in Nairobi, die uns Charles Mully in Yatta genannt hat. Von den 3,5 Millionen Einwohnern leben 1,5 Millionen in Slums. Diese unglaublich hohe Zahl steht auch für die Not unzähliger Kinder, die dringend Hilfe brauchen.

 

Charles Mully hat in 2003 und 2005 für 180 Mädchen 2 Wohnhäuser gebaut. In jedem Zimmer wohnen zwölf Mädchen. Hilfsorganisationen haben bei der Finanzierung geholfen. Man kann in unseren Einrichtungen in Yatta glückliche Gesichter sehen. Diese beiden Mädchen haben nicht nur eine solide Unterkunft, eine gute Verpflegung, sondern auch eine positive Perspektive für ihr Leben. Schulausbildung und Berufsausbildung und geistliche Betreuung liegen Charles Mulli und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr am Herzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 Die Mully Children‘s Famiy

in Eldoret, Nairobi, Ndalani, Yatta, Kagundo, Vipingo und Kipsongo

Leitung: Charles Mully


Bautätigkeit in Yatta

Im Bau ist ein Gästehaus für Volontäre, ein Haus für ehemalige Kinder, die zurückkommen wollen, ein kleines Haus für Besucher, alle Häuser mit Elektroanschluss, Dusche und WC. 40 Jungen aus dem Heim helfen mit beim Bau und erlernen so das Handwerk. Gleichzeitig werden 20 Jungen aus dem Dorf beim Ausschachten und Zurichten der Natursteine gegen Bezahlung beschäftigt.

 

 

 

Dieses Handwaschbecken im gefliesten WC ist ein Beispiel für die Qualität der neuen Häuser. Die Blechhütten werden nach und nach durch solide Bauten ersetzt wie z.B. die Schule für die 146 Schülerinnen und Schüler im MCF-Projekt Yatta.

 

 

 

 

Regenwasserbecken und Fischteiche

Im Hintergrund ein Stausee zur Bevorratung des kostbaren Wassers. Vier Teiche sollen zusätzlich eingerichtet werden, nicht nur, um den Wasservorrat zu vergrößern, sondern auch um Fische zu züchten, die das Nahrungsangebot für die Kinder ergänzen sollen. Unser Bild zeigt Betonarbeiten an einer Stützmauer.

 

 

 

 

Professionalisierung der Landwirtschaft

Charles Mulli zeigt dem Gast aus Deutschland nicht ohne Stolz, oder besser gesagt, nicht ohne Dankbarkeit seine Französischen Bohnen, die jetzt in einem Gewächshaus mit Gazebespannung den vierfachen Ertrag bringen im Vergleich mit dem Freilandanbau.

 

 

 

Das Geheimnis dieses Erfolgs ist neben der Gazeüberdachung die Anpflanzung der Bohnen in Lavasplitt, der, wie im Bild zu erkennen ist, in Plastiksäcke gefüllt ist.

 

 

 

 

Eine Tropfbewässerungsanlage (hier im Bild)

versorgt die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen. Außerdem kann die Anlage Trockenzeiten überbrücken, weil nur wenig Wasser gebraucht wird.

 

 

Die Bohnen werden normgerecht sortiert, verpackt, in einem Kühlhaus bei +4° Celsius gelagert. Von der Bohnenernte können 72 % exportiert werden, 28 % werden selbst verbraucht.

 

Ausbildungsmöglichkeiten

Primary School, vergleichbar unserer Grundschule, Secondary School, vergleichbar mit unserem Gymnasium. Studium: 2006 haben vier Jungen und zwei Mädchen ein Studium abgeschlossen. 41 Jugendliche aus den Heimen besuchen eine Universität oder ein College. 40 Jungen lernen das Maurerhandwerk. An 19 Singer Nähmaschinen können Mädchen das Nähen lernen. An 15 Computern mit WIN 98 und Office 97 kann deren Bedienung erlernt werden. 60 Mädchen haben eine dreijährige Ausbildung als Friseurin, Masseurin und Fußpflege angetreten. Weiterhin wird die Ausbildung in Haus– und Landwirtschaft angeboten.

 

Gottedienst

In den gut besuchten Gottesdiensten, werden die Blicke der Gemeinde auf den gerichtet, der letztendlich die positiven Veränderungen im Leben der Kinder ermöglicht und ihr Leben prägt und trägt.

Nach dem Gottesdienst stehen die Besucherinnen und Besucher noch eine Weile beieinander und reden miteinander, wie hier im Bild zu sehen ist.


International Children‘s Mission

AIC Bindura Children`s Family und

Nakuru Children Rescue Center

Leitung: Michael Nieswand


Nach unserem Besuch bei Charles Mulli in Yatta und Ndalani besuchten wir Nieswands Kinderprojekt in Nakuru.

Im Bild sehen wir die Eheleute Anke und Michael Nieswand.

Das nächste Bild, ein Panoramabild, lässt die Größe des Projekts Nakuru erahnen. Das Häuschen mit der roten Tür beherbergt den Tiefbrunnen mit einem Bohrloch von 254 Meter Tiefe.

 

Eine Bibliothek und ein Gästehaus sind seit unserem letzten Besuch hinzugekommen. 

 

 

 

 

Anke Nieswand zeigt ihren Gästen aus Deutschland den Rohbau des künftigen Lehrerwohnhauses und das Chemie- und Physiklabor.

 

 

 

 

Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

ist der Erwerb des Nachbargrundstücks, das unser Projekt um die Hälfte vergrößert. Große und kleine Spender haben den Kauf des Grundstücks und der gut erhaltenen Gebäude ermöglicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In einem Festakt nehmen Kinder, Lehrer und Mitarbeiter das neue Gelände in Besitz. Karl Brunner überreicht für die Jungen einen WM-Fußball mit einer Luftpumpe, falls der Ball einmal Luft verlieren sollte. Die Freude ist riesig groß. Zum Fest singt der ICM-Chor. Im Festgottesdienst wird Gott gedankt. Im Anschluss müssen noch viele Fragen der Kinder und der Mitarbeiter beantwortet werden.

Allen, die geholfen haben, das Projekt aufzubauen und zu fördern und dies auch weiterhin zu tun gedenken, danken meine Frau und ich von Herzen - auch im Namen des Fördervereins. 

Karl F. Brunner, Vorsitzender des Fördervereins Kinderheim Bindura Biedenkopf e.V.


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